Skrill bei Crownplay: das E-Wallet als kürzester Rückweg

Wenn es allein um Geschwindigkeit beim Auszahlen geht, gewinnt das E-Wallet. Skrill — und in gleicher Bauart Neteller — schiebt sich als eigene Geldschicht zwischen Bank und Plattform: Sie laden es einmal auf und bewegen von dort aus Beträge, ohne dass jede einzelne Transaktion durch das Bankensystem laufen muss. Für ein Konto bei Crownplay heisst das, dass nach der Freigabe durch den Betreiber nur noch 1 bis 2 Stunden zwischen Auftrag und verfügbarem Guthaben liegen. Wie sich das gegen die anderen Wege schlägt, zeigt der Vergleich im Zahlungsbereich.

Warum das Wallet schneller ist als alles andere

Der Grund ist strukturell, nicht technisch. Eine Kartenrückbuchung muss durch das Kartennetzwerk und die Bücher des Herausgebers, eine Überweisung durch das Clearing zwischen zwei Instituten. Beides folgt dem Kalender der Bankwerktage. Ein E-Wallet dagegen bucht innerhalb der eigenen Bilanz um: Der Zahlungsdienstleister der Plattform und Ihr Wallet-Konto sind beide Kunden desselben Systems, und eine Umbuchung darin kennt weder Wochenende noch Feiertag.

Diese Geschwindigkeit endet allerdings an der Grenze des Wallets. Sobald Sie das Guthaben von dort auf Ihr Schweizer Bankkonto weiterleiten, sind Sie wieder im gewöhnlichen Zahlungsverkehr mit den üblichen Laufzeiten. Wer das Wallet als Zwischenstation begreift und nicht als Zielkonto, plant realistischer.

VorgangDauerBetrag
Einzahlung ins Spielkontosofortab 20 CHF
Freigabe durch den Betreiberbis 24 Stunden
Erste Auszahlung mit Kontoprüfungbis 48 Stunden
Gutschrift im Wallet1–2 Stundenab 20 CHF
Weiterleitung aufs Bankkonto1–3 BankwerktageKonditionen des Wallets

Währungskonto in Franken gegen stille Umrechnung

Hier liegt der Punkt, an dem in der Schweiz am meisten Geld verloren geht — leise und in kleinen Portionen. Ein Wallet führt Guthaben in einer Basiswährung. Ist diese Euro oder Dollar, das Spielkonto aber in Franken, dann rechnet das Wallet bei jeder Bewegung um: einmal beim Einzahlen und ein zweites Mal beim Auszahlen. Der verwendete Kurs ist nicht der Interbankenkurs, sondern enthält einen Aufschlag, der je nach Anbieter im Bereich weniger Prozentpunkte liegt.

Die Gegenmassnahme ist einfach und wird oft übersehen: Legen Sie im Wallet ein Guthabenkonto in CHF an und machen Sie es zur Standardwährung, bevor die erste Zahlung läuft. Dann bewegt sich der Franken vom Bankkonto ins Wallet, vom Wallet ins Spielkonto und auf demselben Weg zurück, ohne dass er unterwegs zweimal die Währung wechselt. Wer bereits Guthaben in einer anderen Währung hält, sollte den Umtausch bewusst einmal machen statt ihn bei jeder Transaktion unbemerkt zu wiederholen.

Welche Gebühren tatsächlich anfallen

Der Betreiber erhebt nach eigenen Angaben keine Gebühr auf Ein- oder Auszahlungen. Alles, was Sie an Abzügen sehen, stammt vom Wallet selbst, und dort gibt es drei typische Posten. Der erste ist der bereits beschriebene Wechselkursaufschlag. Der zweite ist eine Gebühr für das Aufladen des Wallets, die je nach gewählter Quelle unterschiedlich ausfällt — eine Überweisung ist meist günstiger als eine Kartenzahlung. Der dritte ist die Auszahlung vom Wallet auf das Bankkonto, für die viele Anbieter einen festen Betrag oder einen kleinen Prozentsatz verlangen.

Dazu kommt eine Regel, die man erst bemerkt, wenn sie zuschlägt: Bleibt ein Wallet über längere Zeit unbenutzt, erheben manche Anbieter eine Inaktivitätsgebühr. Wer ein Wallet nur für gelegentliche Zahlungen führt, sollte das im Blick behalten.

Was das Wallet nicht leistet

Ein E-Wallet beschleunigt den Rückweg, es ändert aber nichts an den Prüfungen davor. Die Kontoverifizierung beim Betreiber findet unabhängig statt, ein offener Bonus mit typischerweise 35x Umsatz blockiert die Auszahlung genauso, und die Untergrenze von 20 CHF gilt auch hier. Zusätzlich verlangt das Wallet selbst eine eigene Identitätsprüfung, bevor höhere Beträge bewegt werden dürfen — zwei getrennte Verfahren, die niemand füreinander anerkennt.

Und es gilt weiterhin die Regel vom Rückweg: Wer mit Karte eingezahlt hat, bekommt den eingezahlten Teil auf die Karte zurück, nicht ins Wallet. Nur wer über das Wallet einzahlt, nutzt es auch als Auszahlungskanal.

Schweizer Einordnung

Crownplay hält keine Schweizer Konzession, weshalb Schweizer Provider den Zugang aufgrund der Sperrliste von ESBK und Gespa einschränken können. Ein schneller Auszahlungskanal ist deshalb kein Ersatz für die Schutzmechanismen, die das Geldspielgesetz nur für konzessionierte Anbieter vorsieht. Wer die Bequemlichkeit eines Wallets nutzt, sollte sich bewusst sein, dass sie das Nachfüllen ebenso beschleunigt wie das Auszahlen — ein Einzahlungslimit im Konto wirkt dagegen. Bei Anzeichen für problematisches Spielverhalten helfen SOS-Spielsucht und die kantonalen Fachstellen für Glücksspielsucht weiter.

Fragen zum E-Wallet

Ist Neteller dasselbe wie Skrill?
Beide gehören zur selben Unternehmensgruppe und funktionieren technisch nahezu identisch: gleiche Logik, ähnliche Gebührenstruktur, vergleichbare Geschwindigkeit. Unterschiede gibt es bei Treueprogrammen und einzelnen Limits. Für die Abwicklung bei einer Plattform macht die Wahl zwischen beiden kaum einen Unterschied.
Warum dauert es trotzdem über einen Tag, bis das Geld auf meinem Bankkonto ist?
Weil zwei Strecken hintereinander liegen. Die erste, vom Spielkonto ins Wallet, dauert nach der Freigabe 1 bis 2 Stunden. Die zweite, vom Wallet auf Ihr Schweizer Bankkonto, ist eine gewöhnliche Überweisung und braucht Bankwerktage. Nur die erste Strecke ist wirklich schnell.
Zählt eine Wallet-Einzahlung für den Willkommensbonus?
Das hängt von den Bonusbedingungen ab, und dort werden E-Wallets tatsächlich manchmal ausgeschlossen. Prüfen Sie die Liste der qualifizierenden Methoden, bevor Sie einzahlen — eine nachträgliche Gutschrift des Bonus ist bei den meisten Anbietern nicht vorgesehen.

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